Würzburg. In der Klimaschutzdebatte ruft der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zu einer Hoffnung auf, die zur Tat wird. „Christliche Hoffnung verdrängt nicht die Realität, sondern drängt dazu, die Probleme zu sehen und anzupacken“, sagte Schick am Dienstag in einem Gottesdienst auf der Jahrestagung Weltkirche und Mission in Würzburg. Die christliche Hoffnung gehe vom Wahren, Guten und Schönen der Schöpfung aus. Wahr sei, „dass die Schöpfung von Gott gegeben ist und nicht Ressource zur Ausbeute oder Torte, die verteilt und aufgegessen wird“, so Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist. „Sie ist gut, das Gut für die ganze Menschheit aller Zeiten, und sie ist schön.“
Den Anlass weiß heute keiner mehr, aber es muss ein einschneidendes Ereignis gewesen sein, das am 13. April 1919 den früheren Mühlbesitzer Andreas Weiß veranlasste, ein Feldkreuz zu stiften. Auf der Höhe zwischen Schloßberg und Höppelesberg ließ er das Kreuz aufstellen. Noch heute ist es im Eigentum der Familie Weiß von der Neumühle und so informierte Christine Weiß bei der kürzlich abgehaltenen Maiandacht über die Geschichte des Kleinodes auf den Höhen um Wallenfels.
Bayreuth. Kirchen sollen heilige Orte sein, in denen der Name Gottes geheiligt wird. Das sagte Erzbischof Ludwig Schick am Sonntag in einem Dankgottesdienst zum Abschluss der Renovierung der Bayreuther Schlosskirche. Kirchen seien „Fingerzeige auf Gott“, die Menschen geschaffen hätten, „um sich und alle daran zu erinnern, dass Gott existiert und sein Name geheiligt werden soll“.
Bamberg. Erzbischof Ludwig Schick hat der Telefonseelsorge Bamberg zum 40. Jubiläum gratuliert und den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren wichtigen Dienst gedankt. „Allen, die den Dienst am Telefonhörer in Geduld und Weisheit erfüllen, ein herzliches Vergelt’s Gott“, schrieb der Erzbischof in einem Grußwort. An dem ökumenischen Festgottesdienst am Samstag in Bamberg kann er wegen der Trauerfeier für den verstorbenen Würzburger Bischof Paul-Werner Scheele nicht persönlich teilnehmen.
Bamberg. Das Erzbistum Bamberg hat mit einem Requiem im Dom Abschied vom früheren Domkapitular Hans Wich genommen. Erzbischof Ludwig Schick nannte den Verstorbenen in seiner Predigt am Mittwoch einen „natürlichen und vertrauensvollen Mitmenschen, einen optimistischen und humorvollen Zeitgenossen, einen glaubwürdigen Mann Gottes und einen menschenfreundlichen Seelsorger“. Sein fröhliches und dankbares Lächeln bis in die letzten Stunden werde ihm unvergessen bleiben, sagte Schick und würdigte sein „vielfältiges Wirken in Kirche und Gesellschaft“. Im Anschluss an das Requiem wurde Prälat Wich auf dem Kapitelsfriedhof im Kreuzgarten des Doms bestattet. Er war am 7. Mai im Alter von 90 Jahren in Bamberg gestorben.
Bamberg. Erzbischof Ludwig Schick hat an James Thoppil, Bischof der indischen Diözese Kohima, einen Scheck über 10.667 Euro übergeben. Das Geld kommt der Mobilität in dem nordostindischen Bistum zugute, genauer gesagt soll ein Auto für die Pfarrei Bhandari angeschafft werden. Weil öffentliche Verkehrsmittel fehlen, benötigen die Pfarreien eigene Fahrzeuge, um die Menschen zu erreichen. Wegen miserabler Straßen in der bergigen Region sind zudem oft teure Reparaturen notwendig. "Wir wollen einen Beitrag dafür leisten, dass die Kirche in Kohima mobil ist und bleibt. So kann sie Seelsorge für die Menschen leisten, aber auch die medizinische Versorgung und Schulbildung in der Region weiterbringen", sagte Erzbischof Schick bei der Übergabe im Bamberger Bischofshaus.
Bamberg. Der Preis „Arbeiter für Gerechtigkeit“ feiert sein zehntes Jubiläum – dieses Jahr hat ihn Erzbischof Ludwig Schick an Christa Gerdes, die ehemalige DGB-Kreisvorsitzende aus Forchheim, überreicht. Am Montagabend erhielt sie im Bamberger Bistumshaus neben einer Urkunde und der Medaille den mit 500 Euro dotierten Preis.
Bamberg. Das Bamberger Klinikum am Bruderwald bekommt einen neuen katholischen Krankenhausseelsorger. Der Karmelitenpater Dieter Lankes beendet seine Tätigkeit auf eigenen Wunsch zum 31. Mai 2019. Sein Nachfolger wird mit Wirkung vom 1. September der bisherige Coburger Dekan, Pfarrer Roland Huth. Bis dahin wird der priesterliche Dienst in der katholischen Klinikseelsorge durch Vertretungen gewährleistet.
Kemmern. Zum Welttag um geistliche Berufungen hat Erzbischof Ludwig Schick die Priester, Diakone und die pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen, mit ordentlicher Arbeit für Nachwuchs in ihren Berufen zu werben. Nur wenn sie selbst geistliche Menschen des Gebetes und des Studiums der Schriftlesung und der Meditation, des Austausches über das geistliche Leben seien, könnten sie gute Arbeit in den Gottesdiensten, der Verkündigung und der Seelsorge leisten. „Das erwarten die Menschen und so machen sie Werbung für die geistlichen Berufe“, sagte Schick am Samstag in einer Predigt in Kemmern. Er betonte: „Die Menschen hungern nach Spiritualität.“ Sie suchten in unserer oft hektischen, lauten und verwirrenden Zeit nach Geistlichen, die ihnen den Sinn des Lebens erschließen und helfen, im Alltag mit Freude und Leid, Hoffnung und Trauer im Vertrauen auf Gott und die Mitmenschen zu leben, und die ihnen Orientierung bei wichtigen Lebensfragen geben.
Bamberg. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder sieht keinen Anlass, über eine Abschaffung der Kirchensteuer oder der Staatsleistungen zu reden. Solche Überlegungen seien zwar populär, aber man müsse dann auch überlegen, was danach komme, sagte Söder in einem Doppelinterview mit dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick für das Magazin „Leben im Erzbistum Bamberg“. Es gebe einen eher wachsenden Trend zu christlichen Schulen und Kindergärten. „Was unsere Kirchen in Bayern jeden Tag leisten, ist unverzichtbar“, so Söder.